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22. September 2021

Zur Rose: Deutsche Ärzte fordern Verschiebung des E-Rezeptes

Die Aktie der Zur Rose entwickelte sich auf Monatssicht erstaunlich robust und legte über 11 % zu. Ursächlich für die schöne Kursentwicklung war die bevorstehende Aufnahme des Nebenwertes in den SMI Mid. Dieser Index erfasst die 30 größten mittelschweren Schweizer Aktien und entspricht hierzulande ungefähr dem MDAX. Damit honoriert die Zürcher Börse die neue Marktgewichtung und Bedeutung der Aktie für den Standort Schweiz. Solche Index-Aufstiege lösen regelmäßig Käufe in den entsprechenden Aktien aus.

Der Aufstieg ist nun getan, folglich verflüchtigt sich der kurstreibende Effekt. So büßte die Aktie auf Wochensicht erheblich ein, zumal in Deutschland die Bundesvereinigung der Kassenärzte eine Verschiebung bei der Einführung des E-Rezeptes fordert. Dabei meint der Lobbyverband, dass der Testbetrieb in Berlin/Brandenburg durchaus funktioniere, allerdings sei die Stichprobe bzw. die Testregion räumlich doch sehr klein gefasst. Außerdem haben derzeit offenbar zahlreiche Arztpraxen Probleme bei der Beschaffung der notwendigen Hardware.

Natürlich haben es Investoren immer eilig und wünschen sich, dass das E-Rezept planmäßig zum 1. Januar startet. Mich selbst würde allerdings eine Verschiebung nicht erstaunen. Bekanntlich tut sich Deutschland bei der Einführung solcher Großsysteme oft schwer. Ich erinnere nur an die langwierige Geburt der Lkw-Maut. Am Ende des Tages wird es aber nicht kriegsentscheidend sein, ob das E-Rezept schon zum 1. Januar oder möglicherweise erst zum 1. Juli startet. Hauptsache, es kommt, damit die Online-Apotheken auch im Segment der verschreibungspflichtigen Präparate durchstarten können.

Ich halte an der Aktie der Zur Rose fest. Sollte der Titel tatsächlich nochmals richtig günstig werden, fasse ich nach.

Empfehlung: halten