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13. Oktober 2021

Swatch Group peilt für 2022 neuen Rekordgewinn an

In einer Sendung des Schweizer TV-Senders SRF hat der Vorstandsvorsitzende der Swatch Group, Nick Hayek, die Prognosen für das laufende Geschäftsjahr bestätigt. Man erwartet einen Umsatz von bis zu 7,5 Milliarden CHF und ein operatives Ergebnis von rund 1 Milliarde CHF. Damit wird der Uhrenmacher ungefähr das Vorkrisenniveau des Jahres 2019 erreichen. Hayek meinte: 2021 wird zu einem der besten Jahre in der Geschichte der Swatch-Gruppe werden. Und 2022 wird für uns zum Rekordjahr werden.


Im laufenden Jahr war Swatch vor allem in den USA erfolgreich, wo man ein Absatzwachstum von 40 % erzielte. Traditionell stark ist der Uhrenmacher zudem in der Großregion China (Greater China), in der man üblicherweise rund 45 % des Umsatzes erzielt. Bisher gehen die Analysten im Kern davon aus, dass die Evergrande-Krise das Wachstum in der Region nur geringfügig beeinträchtigen wird. Hier hilft es, dass viele Swatch-Marken im stabileren Mittelpreis-Segment beheimatet sind.


Unterdessen erteilte Nick Hayek einem Rückzug der Swatch von der Börse (Delisting) erneut eine Absage. Der Hintergrund: Der Vorstandsvorsitzende und Mehrheitsaktionär Hayek äußerte sich in der Vergangenheit vielfach kritisch zur Arbeit der Analysten und diverser Medien. Zitat: „Ich schaue nicht auf die Börse. Die Börse zeigt nicht den wahren Wert des Unternehmens“, so Hayek. Daher kursieren hartnäckig Gerüchte, dass die Familie Hayek das Unternehmen wieder von der Börse zurückkaufen wird.


Ich meine, die Qualitätsaktie der Swatch Group steht dem europäischen Kurszettel gut zu Gesicht. Klar ist aber auch, dass wir als Aktionär von einer solchen Maßnahme profitieren würden. Denn für eine solche Transaktion müsste die Familie schon noch einige Fränkli auf den aktuellen Kurs „drauflegen“. Unter 300 CHF je Inhaberaktie – unsere Gattung – wird hier nicht viel gehen. Zur Vermeidung von Missverständnissen: Ein Delisting bzw. einen Rückkauf des Unternehmens halte ich für unwahrscheinlich. Dafür müsste sich die Familie des Nick Hayek milliardenschwer verschulden.


Wir bleiben hier unverändert investiert. Ich sehe nächstens wieder bessere Notierungen für die Aktie.

Empfehlung: halten