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27. Juli 2021

Eilmeldung: Kursmassaker im chinesischen Tech-Markt

Bereits seit Monaten reguliert die politische Führung in China den dortigen Internetmarkt. Die Maßnahmen sind vielfältig: Dem Online-Giganten Alibaba untersagte man den Börsengang seines Zahlungsdienstleisters Ant Financial. Anschließend setzte es eine Geldstrafe in Höhe von 2,8 Milliarden USD, weil das Unternehmen angeblich seine beherrschende Marktposition missbraucht hatte.

Dann war der junge Fahrdienstleister Didi Global an der Reihe. Einen Tag, nachdem das Unternehmen in New York einen rauschenden Börsengang feierte, verfügte die zuständige Behörde, dass man seine Anwendung aus den einschlägigen App-Stores in China nehmen muss. Das Argument: Didi schützt die digitalen Daten seiner Nutzer nicht ausreichend. Außerdem bestehe nach dem Börsengang die Gefahr, so die Aufseher, dass sensible Daten zu US-Behörden abfließen.

Aktuell nehmen sich die Behörden den Anbieter von digitaler Nachhilfe für Schüler, New Oriental Education, zur Brust. Das Unternehmen soll seine Dienstleistungen in China künftig als gemeinnütziges Non-Profit-Unternehmen anbieten. Die Aktie ist in der Folge völlig kollabiert.

Bisherige Bilanz der Regulierung: Kursverluste in Höhe von knapp 1 Milliarde USD. Völlig unklar ist derzeit, welche Ziele die Führung in Peking mit diesen drastischen Maßnahmen verbindet. Ich sehe die Gefahr, dass sich die teils crashartigen Verluste der Internet-Aktien auf den chinesischen Gesamtmarkt ausweiten.

Meine Empfehlung: Ich rate Ihnen zum Verkauf aller chinesischen Internet- und Wachstumsaktien. Ich hole zu den Vorgängen derzeit weitere Informationen ein. Möglicherweise bietet uns der Abverkauf dieser Aktien enorme Chancen. Dazu lesen Sie hier in Kürze mehr.