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7. Juli 2021

Ericsson-Technologie für die Cloud 2.0?

Der Netzwerkausrüster Ericsson hat einen beachtlichen Vertriebserfolg in Malaysia gelandet. Dort wird man nun nächstens das Mobilfunknetz etappenweise auf den neuen 5G-Standard heben. Insgesamt will sich das südostasiatische Land den Ausbau seiner Kommunikations-Infrastruktur rund 2,7 Milliarden USD kosten lassen. Leider konnte ich nicht in Erfahrung bringen, wie viel von diesen Investitionen in den Kassen von Ericsson hängen bleiben.

Warum findet dieser eher mittelvolumige Auftrag am Markt solche Beachtung? Üblicherweise ist Südostasien chinesischer Hinterhof. Dort sind ethnische Chinesen in der Wirtschaft sehr oft einflussreich. Gleichwohl setzten sich die Schweden in einer öffentlichen Ausschreibung gegen Huawei und ZTE aus China durch. Ferner distanzierte man Nokia, Samsung, NEC und Cisco, die sich Hoffnungen zumindest auf Teilaufträge gemacht hatten. Nun bin ich gespannt, ob die Schweden auch in der Nachbarschaft punkten werden. Insgesamt ist Südostasien mit Ausnahme des Stadtstaates Singapur in puncto 5G noch eine ziemlich grüne Wiese.

Unterdessen meldete Ericsson eine neue Kooperation mit Google Cloud. Dabei plant Google offenbar den Aufbau einer großflächigen Edge-Struktur. Zur Erläuterung: In der Branche geht man immer mehr dazu über, die großen und zentralen Cloud-Server durch viele kleine und dezentral angeordnete sog. Edge-Server abzulösen. Diese Server stehen also quasi um die Ecke (engl. Edge) und sind nicht mehr Hunderte Kilometer entfernt. Die Umstellung von Cloud- auf Edge-Computing ist jetzt nicht die nächste große Technologie-Revolution. Es ist allerdings ein lukratives Betätigungsfeld für Netzwerkausrüster wie Ericsson.

Ich bestätige meine Kaufempfehlung für die Aktie der Ericsson.

Empfehlung: kaufen 10,90 EUR

Börsenplatz: Tradegate