030 / 403 657 837 (Sprechstunde: Di, 11.00 Uhr bis 13.00 Uhr)|  redaktion@premium-chancen.de

7. Juli 2021

ElringKlinger folgt Tesla – Gegenwärtige Schwäche der Aktie unbegründet

Der Autozulieferer ElringKlinger wird in San Antonio (Texas) eine weitere Produktion eröffnen. Aus den Unterlagen der örtlichen Kommunalverwaltung geht hervor, dass die Stadtregierung das Vorhaben der Schwaben mit rund 200.000 USD subventionieren wird. Dafür wird Elring bis 2024 am Standort knapp 17 Millionen USD investieren. Ferner erfahren wir aus den Unterlagen, dass der neue Elring-Standort zur Stärkung der „Lieferbeziehungen zu einem führenden Hersteller von E-Fahrzeugen und Batterien“ dient.

Wir dürfen getrost davon ausgehen, dass hiermit der US-Autobauer Tesla gemeint ist. Das US-Unternehmen baut nämlich aktuell eine neue Giga-Fabrik in Austin, also in unmittelbarer Nachbarschaft. ElringKlinger veranstaltet regelmäßig um seine Kundenkartei eine gewisse Geheimniskrämerei. Ich bin mir dennoch ziemlich sicher, dass die Schwaben bereits seit 2019 Tesla-Partner sind und dem US-Autobauer im Wesentlichen Leichtbauteile aus Kunststoffspritzguss zuliefern. Diese Zusammenarbeit wird man nun in den kommenden Jahren intensivieren.

Indessen wird die Landesregierung in Stuttgart weitere Mittel für die Entwicklung und Erforschung der Brennstoffzelle lockermachen. Das erklärte Ziel der grün-schwarzen Regierung: Der Südwesten soll zu einem Zentrum alternativer Antriebstechnologien umgebaut werden. Dazu wird man in der Landeshauptstadt fast 360 Millionen Euro lockermachen, sofern der Bund ebenfalls fördert. Nutznießer der neuen Gelder sollen vor allem Daimler, Bosch sowie ElringKlinger sein.

Fazit: Elring zeigt, dass man in der Gegenwart angekommen ist. Zahlreiche Komponenten und Bauteile des Unternehmens lassen sich antriebsübergreifend einsetzen. Daneben arbeitet man stramm an der Wasserstoff-Zukunft und freut sich hier nun über weitere Unterstützung seitens der Politik.

Die gegenwärtige Schwäche der Elring-Aktie ist sachlich nicht begründet. Aber wir lassen dem Markt seinen Willen. Sobald sich die Bären hier ausgetobt haben, stufe ich die Aktie wieder auf Kaufen herauf.

Empfehlung: halten