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23. Juni 2021

ElringKlinger umreißt Wasserstoff-Strategie – 1 Milliarde Umsatz angepeilt

Bereits 2017 hatte der Vorstand der ElringKlinger in einem internen Strategiepapier festgelegt, dass der Autozulieferer wesentlich auf die Brennstoffzellen-Technologie setzen wird. 2019 hat man in einer Markteinschätzung schließlich geschrieben: Der Brennstoffzellenmarkt wird nach der ersten Hochlaufphase spätestens zwischen 2025 und 2030 richtig anziehen.

In diesem Jahr ist der schwäbische Autozulieferer nun in die Hochlaufphase eingestiegen und baut nun gemeinsam mit dem französischen Zulieferer Omnium Plastic eine eigene Produktion (EKPO Fuel Cell Technologies) auf. Bereits im nächsten Jahr soll hier ein Großauftrag aus den Niederlanden in Serienproduktion bearbeitet werden. Im Branchenvergleich legen die Schwaben und die Franzosen ein beachtliches Tempo an den Tag. Schließlich basteln die meisten Konkurrenten der Branche immer noch an begrenzten Pilotprojekten herum und sind vom Start in die Serienproduktion weit entfernt.

ElringKlinger wird sein Angebot dabei im Wesentlichen auf Brennstoff-Technologie für leichte und mittelschwere Transporter, die in Städten kreisen, konzentrieren. Direkt gesprochen: Man zielt auf Logistiker und Paketdienste wie etwa Amazon oder DHL. Diese Planung hat Hand und Fuß, schließlich haben sich viele Liefer-Unternehmen ehrgeizige Klimaziele gesetzt und bauen jetzt schon ihre Flotten entsprechend um. Die Schwaben sehen in diesem Segment langfristig für sich ein Umsatzpotenzial von bis zu 1 Milliarde Euro. Zur Einordnung dieser Zahl: Elring wird im laufenden Jahr einen Konzernumsatz in Höhe von rund 1,6 Milliarden Euro erzielen.  

Lassen Sie mich abschließend den Zusammenhang zum Polytec-Beitrag herstellen. Selbstredend leidet Elring ebenfalls unter den diversen Produktionsstopps der Autobauer. So ermäßigte sich die Aktie auf Wochensicht spürbar.

Gleichwohl halte ich bis auf Weiteres an der Aktie fest. Kurzfristig ist das konventionelle Geschäft für Elring relevant. Sollte der Einstieg in die Serienproduktion von Brennstoffzellen 2022 gelingen, wird dies der Aktie zusätzlichen Schub verleihen.

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Börsenplatz: Tradegate