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8. September 2021

Krypto:
Coinbase-Konkurrent Binance reduziert Geschäft in Singapur

Die ursprünglich in China ansässige Krypto-Börse Binance (binance.com) wird ihre Aktivitäten in Singapur spürbar reduzieren. Zuvor hatte die dortige Finanzaufsicht Monetary Authority of Singapore die Krypto-Börse auf eine Warnliste gesetzt und Privatanlegern ausdrücklich von Geschäften mit den Chinesen abgeraten. Binance wird nun keinen Krypto-Handel auf Basis des Singapur-Dollars mehr durchführen. Ferner hat man seine mobile Anwendung (App) aus den reichweitenstarken App-Stores von Google und Apple zurückgezogen.

Zu Deutsch: Binance verzichtet faktisch momentan auf Neugeschäft in dem asiatischen Stadtstaat. Bestandskunden hingegen können weiter handeln, sofern die Transaktionen nicht in der Heimatwährung abgerechnet werden. Bereits zuvor nahm die Marktaufsicht in den USA, in Deutschland oder etwa Großbritannien das Geschäftsmodell der Krypto-Börse kritisch unter die Lupe. Unverändert versuchen die Chinesen, sich mit allerlei Finten der Regulierung zu entziehen.

Die US-Börse Coinbase geht hier einen anderen Weg. Man hat früh signalisiert, dass man alle regulatorischen Auflagen bereitwillig erfüllen wird. So verfügt die Deutschland-Tochter, die Coinbase GmbH, bereits über eine Lizenz für das Kryptoverwahrgeschäft in Deutschland. Auch in den USA hat man entsprechende Zulassungen eingeholt und erfüllt die wesentlichen Vorgaben des US-Gesetzgebers. Ich erwarte allerdings, dass Washington nächstens den Rahmen für den Krypto-Handel noch konkreter fassen wird. Bislang ist Coinbase in den USA als bessere Wechselstube registriert. Das wird wohl auf Dauer nicht ganz ausreichen.

Fazit: Binance ist gemessen am Handelsvolumen derzeit die unangefochtene Nummer 1. Coinbase wird allerdings mittelfristig aufholen, sofern die Chinesen weiterhin die Konfrontation mit den Aufsichtsbehörden suchen. Die jüngsten Vorgänge in Singapur werden Coinbase in die Karten spielen.

Unterdessen erlebte der Krypto-Markt am Montag einen veritablen Blitz-Crash. So sackte der Bitcoin zeitweise von über 52.000 auf 43.000 USD ab. Am Ende notierte die Währung über 13 % unter ihrem Schlusskurs der Vorwoche. Die Ripple-Währung XRP verlor zwischenzeitlich sogar rund 20 %. Gleichzeitig hat der mittelamerikanische Kleinstaat El Salvador den Bitcoin als gesetzliches Zahlungsmittel eingeführt. Jeder Bürger erhält dort nun einmalig Bitcoin im Gegenwert von 30 USD. Offenbar haben einige Großinvestoren – in der Szene auch als Wale bezeichnet – diese im Kern gute Nachricht zu antizyklischen Gewinnmitnahmen genutzt.

Als Begleiterscheinung des Blitz-Crashs explodierte das Handelsvolumen auf den diversen Krypto-Börsen. So handelte Coinbase in den letzten 24 Stunden Krypto-Währungen im Gegenwert von rund 8,7 Milliarden USD (+96 %). Binance setzte rund 55 Milliarden USD (+91 %) um. Kurzfristig sind solche Ereignisse wahre Festtage für die Krypto-Händler.

Ich bestätige meine Kaufempfehlung für die Aktie der Coinbase Global. Kaufen Sie zu Kursen bis 271 USD, sofern Sie nicht schon eingestiegen sind.

Empfehlung: kaufen bis 271,00 USD

Börsenplatz: Nasdaq

WKN / ISIN: A2QP7J / US19260Q1076

Blitz-Crash beim Bitcoin

Anfang der Woche sackte der Bitcoin binnen von nur zwei Tagen um 14 % ab. Solche hohe Schwankungsbreite zeigt, dass der Markt noch jung und wild ist. In einem solchen Umfeld bieten Krypto-Aktien wie Coinbase Global relativ bessere Stabilität, da deren Geschäftsmodell von der Markt-Volatilität profitiert.