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11. August 2021

Albemarle vor Verdoppelung der Produktionskapazitäten

Die Quartalszahlen des Marktführers Albemarle lesen sich zunächst unspektakulär. Hier steigerte man den Gewinn pro Aktie um 4 % auf 0,89 USD. Der Quartalsumsatz wuchs lediglich um 1 % auf 774 Millionen USD. Diese Zahlen muss man im Kontext lesen. So veräußerte Albemarle eine Geschäftseinheit der Spezialchemie für rund 570 Millionen USD. Hier hat man also Gewinn und Umsatz verkauft. Außerdem hatte Albemarle bereits im Vorquartal alle Analystenschätzungen abgeräumt. So hatte man die Gewinnerwartungen um 40 % übertroffen.

Ungeachtet der unauffälligen Quartalszahlen legte die Aktie auf Wochensicht prozentual zweistellig zu. Die Hintergründe: Albemarle wird seine Produktionskapazitäten auf rund 175.000 Tonnen Lithium fast verdoppeln. Hierfür nannte das Unternehmen zwar keinen Termin. Aus der Unternehmensmeldung lässt sich freilich herauslesen, dass die neuen Kapazitäten in sehr absehbarer Zeit aufgeschaltet werden können. Der Ausbau befindet sich im „final stage“, also in der letzten Phase.

Unterdessen musste Albemarle allerdings den Ausbau des Standortes Kemerton in Australien zunächst stoppen. Man findet kurzfristig in der Region kein neues Personal. In Kemerton wird nicht gefördert, sondern Rohlithium für die industrielle Anwendung veredelt. Anfang 2022 soll das Problem des Arbeitskräftemangels allerdings behoben sein.

Inzwischen „sitzen“ wir hier auf einem Buchgewinn von rund 154 %, den die Aktie in rund 10 Monaten herausgearbeitet hat. Kurzfristig erscheint mir die Lithium-Aktie etwas überdreht. Möglicherweise beißen wir hier nächstens einmal etwas vom Buchgewinn herunter und führen einen Teilverkauf durch. Zunächst rate ich Ihnen allerdings, an der Kursrakete festzuhalten.

Empfehlung: halten