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21. Juli 2021

Lithiumpreise schieben wieder massiv an – Livent und Albemarle gesucht

Der chinesische Autobauer und Batterieentwickler BYD hat mit dem Unternehmen der Spezialchemie Jiangsu Jiujiujiu Technology eine mehrjährige Vereinbarung zur Lieferung von mindestens 7.870 Tonnen Lithiumhexafluorophosphat geschlossen. Dieses Lithium-Pulver wird in E-Batterien als Elektrolyt eingesetzt. Offenbar wird der Autobauer für das Material rund 52.400 Euro pro Tonne abdrücken. Nun wissen wir aus vergleichbaren Liefervereinbarungen, dass das gleiche Material Anfang Juni noch für umgerechnet 39.300 Euro je Tonne verkauft worden ist. Zu Deutsch: Zumindest für dieses Lithium-Produkt sind die Preise in China auf Monatssicht um 33 % gestiegen. Das kommt einer Preisexplosion gleich.

Einige Hintergrund-Infos: Mittlerweile existiert zwar für Lithium auch eine Art Weltmarktpreis, der unter anderem an der Londoner Rohstoffbörse ermittelt wird. Dieser Börsenpreis ist allerdings noch nicht wirklich relevant. Entscheidend sind die Preise, die wir als Investor aus den Liefervereinbarungen entnehmen. Hier erkennen wir oftmals durchaus erst im Abstand von mehreren Wochen die tatsächliche Preisentwicklung. Die Branche orientiert sich üblicherweise sehr stark daran, welche Preise zuletzt in diesen Verträgen vereinbart worden sind. So gilt nun der Preis, den BYD erzielt hat, so lange, bis wieder eine große Liefervereinbarung bekannt wird.

Die Aktien der Livent (+6,8 %) und Albemarle (+5,1 %) profitierten gestern stark von dieser Nachricht. Wir halten unverändert an Albemarle fest. Bei Livent rate ich unverändert zum Kauf bis 18,50 USD, sofern Sie bislang noch nicht investiert sind.     

Albemarle Corp.

Empfehlung: halten

Livent Corp.

Empfehlung: kaufen bis 18,50 USD

Börsenplatz: NYSE