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2. Februar 2022

Sartorius: Das vielleicht beste Unternehmen Europas

Diese Situation kennen Sie vermutlich. Da gibt es einige Unternehmen, von denen sind Sie seit Jahren bereits restlos begeistert, weil diese Unternehmen bzw. ihre Geschäftsmodelle nahe der Perfektion sind. Diese Geschäftsmodelle funktionieren einfach immer. Die Unternehmen fürchten keine Konjunktur- oder Zinszyklen.

Leider sind die Aktien solcher perfekten Unternehmen immer ziemlich teuer. So habe ich die Sartorius AG aus dem niedersächsischen Göttingen gefühlt seit einem halben Jahrzehnt immer nur von der Seitenlinie aus beobachtet. Ich wiederhole mich: Der Titel war mir immer zu teuer.

Lassen Sie mich witzeln: Für solche Aktien hat der liebe Börsengott die Korrektur oder Kursdelle erfunden. Diese Kursdelle, auf die ich seit Jahren gewartet habe, ist nun eingetreten. Im Folgenden lesen Sie ein Unternehmensporträt des niedersächsischen Unternehmens, das ich vor rund 12 Monaten im Rahmen einer Auftragsstudie verfasst habe.

Die Sartorius AG ist sicherlich eines der ältesten Unternehmen des europäischen Kurszettels. Bereits 1870 gründete der Feinmechaniker Florenz Sartorius das Vorgängerunternehmen der heutigen Sartorius AG. Trotz seiner enormen Historie ist das Unternehmen aus Göttingen heute noch so innovativ wie am ersten Tag. Erstmals machte man 1971 weltweit auf sich aufmerksam, als die Tüftler des Unternehmens die bis dato genaueste Nanogrammwaage der Welt entwickelten. Rund 10 Jahre später folgte eine elektronische Präzisionswaage. Noch heute ist der Ruf der Sartorius-Laborgeräte in puncto Genauigkeit und Sicherheit weltweit legendär.

Was macht das Unternehmen heute?

Wie damals agiert Sartorius immer noch als Zulieferer der Biotech- und Pharmabranche. Biotechnische oder pharmazeutische Forschung ohne die Laborgerätschaft und ohne die Laborverbrauchsmaterialien aus Göttingen ist schlechterdings unvorstellbar. Schon lange entwickelt und produziert der Biotech-Zulieferer allerdings nicht mehr nur hochpräzise Analysewaagen, sondern daneben auch noch Inkubatoren, Zentrifugen, Membranfilter oder Laborschüttler. Es dürfte wohl weltweit kein vernünftig ausgestattetes medizinisches Entwicklungslabor ohne Sartorius-Gerätschaften geben.

Besonders bekannt ist etwa der Bioreaktor der Sartorius. Hier werden Mikroorganismen unter möglichst optimalen Bedingungen kultiviert oder – im Fachjargon – fermentiert. Ganz stark sind ferner die Filtrationssysteme des Unternehmens. Hier werden im Rahmen eines mechanischen Verfahrens Stoffe exakt und hochrein getrennt. Das mechanische Filtrationsverfahren wird für praktisch jede biotechnische oder pharmazeutische Forschung benötigt.

Der Profiteur des Biotech-Booms – Hier wird immer verdient

Der Erfolg der Sartorius AG hängt eng zusammen mit dem Erfolg der Biotech-Branche, die ganz offensichtlich im neuen Jahrhundert so richtig durchstartet und durch Corona nochmals einen deutlichen Schub bekommen hat. Inzwischen stammt jedes zweite neu zugelassene Präparat in Europa und Nordamerika aus dem Labor eines Biotech-Unternehmens. Langfristig erwarten die Analysten, dass die globale Biotech-Industrie im Durchschnitt um 10 % pro Jahr wächst. Dabei agieren die Biotech-Unternehmen bevorzugt im Bereich schwer oder bis jetzt noch gar nicht heilbarer Erkrankungen wie Krebs, Arthritis, Alzheimer oder Parkinson. Genau hier und auch im Zuge der Corana-Pandemie beweist die Biotech-Branche jeden Tag aufs Neue ihre Relevanz.

Trotzdem ist nicht alles Gold, was hier glänzt. Auch hierzu Zahlen: Gegenwärtig sind am führenden europäischen Biotech-Standort, Deutschland, ungefähr 700 Unternehmen registriert, die ausschließlich oder vorwiegend biotechnisch forschen oder produzieren. Jedes Jahr muss mindestens 1 % dieser Biotech-Unternehmen mangels Forschungserfolg und mangels Liquidität aufgeben. Unter Investoren gelten deshalb vor allem junge Biotech-Unternehmen zu Recht als ausgesprochen spekulativ.

Für Sartorius sind diese Fakten allerdings nur mäßig relevant. Denn dort, wo ein Biotech-Unternehmen scheitert, gründet sich gleich das nächste und benötigt wieder eine millionenschwere neue Laborausrüstung. Das verdeutlicht die Attraktivität der Sartorius-Aktie für Sie als Investor. Hier profitieren Sie mittelbar von dem Erfolg der Biotech-Branche, ohne dabei das Risiko eines Direktinvestments in der risikobehafteten Branche einzugehen.

Geschäftszahlen: Man meldet wieder einmal Rekordgewinne

Die Niedersachsen haben erst vor wenigen Tagen ihre Zahlen aus dem abgelaufenen Geschäftsjahr vorgelegt. Danach steigerte man den Umsatz um 49 % auf rund 3,4 Milliarden Euro, während der bereinigte Nettogewinn um 85 % auf 553 Millionen Euro zulegte. Was waren die Erfolgsfaktoren in der Gewinnrechnung?

Rund 5 % des Wachstumsschubs beruhen auf diversen kleineren Übernahmen mittelständischer Konkurrenten. Generell gilt: Die Branche der Labortechnologie ist vielfältig. Hier finden die Großen wie Sartorius oder auch Eurofins Scientific immer ihre „Opfer“, die sie oftmals sogar für überschaubares Geld übernehmen können. Erst vor 4 Wochen holte sich Sartorius die Kapitalmehrheit an dem thüringischen Spezialisten für Zellisolierung Automated Lab Solutions. 2026 erfolgt dann die vollständige Übernahme.

Ferner entpuppten sich die Niedersachsen als heimlicher Profiteur der Corona-Pandemie. Sie ahnen es: Man beliefert die unzähligen kleinen Labore, die die PCR-Tests auswerten. Außerdem hat man die Entwicklungslabore diverser Impfstoffentwickler ausgestattet. Hier zitiere ich den Vorstandschef des Unternehmens, Dr. Joachim Kreuzburg: „Tatsächlich gibt es kaum einen Impfstoff auf der Welt, der ohne Sartorius entwickelt oder hergestellt wird.“

Zur Vermeidung von Missverständnissen: Sartorius ist kein Ein-Produkt-Unternehmen wie BioNTech oder Moderna. Das Corona-Virus steht bei Sartorius nur für das Sahnehäubchen auf dem ohnehin fetten Wachstumskuchen. Auch im laufenden Jahr wird der Laborausrüster gemessen an Umsatz und Gewinn prozentual zweistellig wachsen. Vor diesem Hintergrund hat man seine Kapazitäten im vergangenen Jahr nochmals massiv ausgeweitet und die Personalstärke im Unternehmen um 30 % auf knapp 14.000 Mitarbeiter weltweit erhöht. In Göttingen herrscht also großer Optimismus.

Kaufen Sie die Vorzugsaktie der Sartorius AG mit einem Limit von 490 Euro! Ich sehe den Titel mit einer Gewichtung von 10 % für das NextGeneration-Depot vor. Sie können die Aktie, die seit dem vergangenen September im DAX geführt wird, an praktisch allen deutschen Börsenplätzen mit gutem Volumen handeln.

Bitte beachten Sie, dass Sie auf dem Kurszettel verschiedene Aktien ähnlichen oder gleichen Namens finden. So hält die Erbengemeinschaft der Familie Sartorius 55 % der Stammaktien. Ferner hält der US-Laborausstatter Bio-Rad 38 % dieser Gattung. Folglich ist hier der handelbare Streubesitz sehr niedrig. Die Stammaktie ist nicht Gegenstand dieser Empfehlung.

Außerdem kennt der Kurszettel die Sartorius Stedim Biotech mit Sitz im französischen Aubagne. Hierbei handelt es sich um ein Tochterunternehmen, welches die Mutter zu 74 % kontrolliert. Die Stedim-Aktien sind ebenfalls nicht Gegenstand dieser Empfehlung.

Vermeiden Sie also eine Verwechselung und nutzen Sie bei der Aufgabe der Kauforder eine der von mir angegebenen Kennnummern.

Hinweis auf Interessenkonflikt: Ich bin seit gestern persönlich oder für Dritte in der Vorzugsaktie der Sartorius AG investiert.

So kaufen Sie diese Empfehlung:

WKN / ISIN:                    716563 / DE0007165631

Börsenplatz:                  Xetra

Limit:                              siehe Depotansicht

Gewichtung:                   10 %

Depot:                             NextGeneration

Gattung:                          Start-up

So kaufen Sie meine Empfehlung:

WKN / ISIN:                    716563 / DE0007165631

Börsenplatz:                  Xetra

Limit:                               siehe Depotansicht

Gewichtung:                   10 %

Depot:                             NextGeneration

Gattung:                          Start-up

Umsatz und Gewinn steigt stetig

Sartorius AG

WKN / ISIN:       716563 / DE0007165631

3-Jahres-Chart in EUR